Führung ernst nehmen – der Motivationsschub zum Ende Jahres

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit der Besinnlichkeit, des Gebens und der Familienzusammenführungen. Doch in der Unternehmenswelt bedeutet die Weihnachtszeit noch etwas anderes: Das Ende des Jahres rückt in greifbare Nähe, der Druck steigt, die letzten Angebote müssen für das Jahr reingeholt werden. Die Mitarbeiter arbeiten im Dauermodus.

Mitarbeitergespräche: Ein Geben und Nehmen

Deshalb ist es umso wichtiger, in dieser Zeit verstärkt an das Wohlergehen der Mitarbeiter zu denken. Dies kann in Kombination mit den altbekannten Mitarbeitergesprächen gehen. Jetzt werden sicher einige von euch denken: Mitarbeitergespräch? Nein danke, damit verbinde ich keine positiven Nachrichten.
Wir sehen das anders. Vor allem geht es auch anders. Verbinde mit dem Wort Mitarbeitergespräch erst einmal: das Gespräch. Es geht nicht darum, eine Leistung zu beurteilen oder einen Monolog aus der Sicht des Unternehmers zu führen. Es geht um viel mehr – es geht um die Beziehung zwischen den Menschen. Es geht darum, eine Beziehungsfähigkeit bei mir selbst als Arbeitgeber aufzubauen und diese Beziehung zu meinen Mitarbeitern zu stärken und zu fördern. Das Wichtigste in diesem Gespräch: Zuhören. Wenn wir Fragen stellen und dann zuhören, erfahren wir die essentiellen Dinge. Wir erfahren Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit von unseren Mitarbeitern. Was sie bewegt und was sie denken, sowohl in privater als auch beruflicher Hinsicht. Hier können wir wirklich heraushören, was unsere Mitarbeiter motiviert. Lasst also das Jahr zusammen Revue passieren und macht euch gemeinsam Gedanken für das kommende Jahr.

Ein kontinuierlicher Dialog für die emotionale Bindung

Der Schriftsteller Hermann Lahm sieht Mitarbeitergespräche zum Beispiel ganz praktisch und zieht einen passenden Vergleich dazu heran: Er empfindet die Gespräche als TÜV-Termin, die zu einer Beanstandung führen können, jedoch dann eine beruhigte Weiterfahrt ermöglichen. Und da wir Deutschen doch immer sehr penibel mit unseren Autos sind, warum nicht auch dann mit unseren Mitarbeitern? Denn leider liegen wir immer noch relativ weit hinten, was die Feedback-Gespräche angeht. Laut dem Gallup Engagement Index von 2016 zur Arbeitsqualität und der emotionalen Bindung von Mitarbeitern an das Unternehmen, ist der kontinuierliche Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeitern eine der wichtigsten Faktoren für eine emotionale Bindung an den jeweiligen Arbeitsplatz. Von den befragten Mitarbeitern gab nur jeder zweite Befragte an, dass er in den vergangenen zwölf Monaten überhaupt mit seinem Vorgesetzten über seine Leistungen gesprochen habe. Teilweise verfehlen diese Gespräche auch das Ziel: die Arbeitsleistung nachhaltig zu verbessern. Für uns als Führungskräfte ist es also wichtig, dieses Vier-Augen-Gespräch zu nutzen, um die Präferenzen des einzelnen Mitarbeiters kennenzulernen und sie dementsprechend einzusetzen. 

Leistungen anerkennen und schätzen

Schafft also für euch und eure Mitarbeiter eine angenehme Gesprächsbasis – trinkt zum Beispiel einen Kaffee und verdrückt, passend zur Weihnachtszeit, leckere Lebkuchen. So wirkt ihr auch dem Verlust von Fachkräften entgegen – dieses Problem ist leider allzu bekannt. In unserem November-Newsletter haben wir dieses Thema auch schon kurz angerissen. Wenn wir unsere Fachkräfte einmal haben, dann wollen wir sie auch nicht mehr so schnell verlieren. Nutzt also die Weihnachtszeit und zeigt euren Mitarbeitern, dass sie euch wichtig sind und dass ihr ihre Leistungen anerkennt und schätzt – das Gehalt alleine motiviert sie nicht! Sie sind euer wichtigstes Gut. Hier setzt eine erfolgreiche Mitarbeiterkommunikation an. Da kann das Weihnachtsfest auch ganz beruhigt gefeiert werden. 

Übrigens: Ihr könnt euch hier für den nächsten Newsletter im Januar anmelden.  

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